Verlagsprogramm

Zum festen Verlagsprogramm gehören neben Einzelwerken die folgenden Schriftenreihen:

Kulturgeschichten. Studien zur Frühen Neuzeit

herausgegeben von Arndt Brendecke, Peter Burschel, Ulrike Gleixner und Daniela Hacke

Das Interesse an kulturhistorischer Forschung ist ungebrochen – und richtet sich in besonderem Maße auf die Epoche der Frühen Neuzeit (16.–18. Jahrhundert). Es ist die Frühneuzeitforschung, in der vermehrt wissenschaftliche Arbeiten entstehen, in denen ›Kultur‹ als ein Sinn- und Bedeutungsträger verstanden wird, der alle Phänomene menschlichen Lebens umfasst. Kultur ist mithin eine wesentliche Kategorie zur Untersuchung vergangener Gesellschaften. Vor diesem Hintergrund möchte die Reihe ›Kulturgeschichten‹ methodisch und theoretisch reflektierte Publikationen versammeln, die sich den historischen Diskurs-, Repräsentations- und Praxisformen in der Frühen Neuzeit zuwenden und die symbolischen und materiellen Aspekte menschlichen Lebens und Handelns in ihrer ganzen Vielfalt in den Blick nehmen. Thematisch ist damit ein breites historiographisches Feld bezeichnet, das auch Untersuchungen zu den Konstruktionsweisen von Geschlecht einschließt. Die Reihenbezeichnung ›Kulturgeschichten‹ verweist somit nicht auf einen fest umrissenen inhaltlichen Schwerpunkt, sondern auf eine kulturwissenschaftlich orientierte Weise der historischen Forschung, den Wandel von Gesellschaften und Wissenswelten zu analysieren.

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Studien und Texte zur Geistes- und Sozialgeschichte des Mittelalters

herausgegeben von Andreas Bihrer, Cordula Nolte und Jörg Rogge

Die Reihe »Studien und Texte zur Geistes- und Sozialgeschichte des Mittelalters« versteht sich als ein Forum der interdisziplinären Mediävistik. Sie versammelt Monographien, Sammelbände und Quelleneditionen. Ihre Beiträge orientieren sich an einem weit gefassten Verständnis von Geistes- und Sozialgeschichte in dem Sinne, dass die gesamte Geschichte des Mittelalters unter kultureller und gesellschaftlicher Perspektive erforscht wird. Dies umfasst die politische und gesellschaftliche Ordnung ebenso wie die Sphären des Rechts, der Religion und der Ökonomie, die materielle Lebenswelt wie die geistige und künstlerische Produktion, Denk- und Kommunikationsprozesse wie Muster der Weltdeutung, Wahrnehmungsvorgänge und Vorstellungswelten. Als ein dezidiert interdisziplinär angelegtes Publikationsforum wendet sich die Reihe an Historiker, Philosophen, Germanisten und Theologen sowie an Kulturwissenschaftler, die an historischen Fragestellungen interessiert sind.

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Studien zur Kunstgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

herausgegeben von Christian Freigang, Marc Carel Schurr und Evelin Wetter

Die Schriftenreihe widmet sich hervorragenden und innovativen Untersuchungen bei aller Offenheit zu Methoden und Fragestellungen benachbarter Disziplinen (Theologie, Kirchengeschichte, Geschichte, Kulturgeschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie). Die Verbindung von Mittelalter und Früher Neuzeit soll Kontinuitäten zwischen »Epochen« aufzeigen sowie als Klammer verschiedener »Netzwerke« (Mediävistik und Neuzeit) dienen.

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Studien zur Mediengeschichte

herausgegeben von Wolfgang Behringer, Frank Bösch und Clemens Zimmermann

Wie kaum ein anderer neuer Bereich der Geschichtswissenschaft hat die Mediengeschichte in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Dieser Entwicklung trägt die neu gegründete Schriftenreihe »Studien zur Mediengeschichte« Rechnung. Die einzelnen Werke in Form von Monographien, Editionen und Aufsatzsammlungen konzentrieren sich auf ein breites mediengeschichtliches Spektrum: auf die Rezeptions- und Wirkungsgeschichte der Medien, ihre Inhalte und Formen, ihre technische Entwicklung, die Geschichte der Medienproduzenten und die Diskurse über die Medien selbst.
Sich vorwiegend mit dem Zeitraum von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart befassend, untersuchen die historischen Studien im Zusammenwirken verschiedener Disziplinen nicht allein einzelne Medien, sondern begreifen diese als Ausdruck und Katalysator von gesellschaftlichen Veränderungen. Medien, die sich ihr Publikum schufen, teils auf den Bedarf gesellschaftlicher Teilgruppen reagierten, werden dabei als Träger einer Kommunikation verstanden, deren Formenwandel kulturelle, soziale und politische Prozesse verändern konnte. Vor diesem Hintergrund spricht dieses neue Publikationsorgan (Medien-)Historiker wie Kulturwissenschaftler, Soziologen wie Germanisten gleichermaßen an.

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