Weltbilder und die Ästhetik der Geographie

Band 13

Ariane Koller

Weltbilder und die Ästhetik der Geographie

Die Offizin Blaeu und die niederländische Kartographie der Frühen Neuzeit

296 Seiten mit 74 s/w Abbildungen,
16 Tafeln mit 16 farbigen Abbildungen und
3 Farbtafeln in Tasche
16,5 x 23,5 cm, gebunden
€ 69,–
ISBN 978-3-939020-13-4

Als kulturelle Konstrukte aus Bild, Schrift und Zahl stellten Land- und Weltkarten der Frühen Neuzeit komplexe Repräsentationen der Realität und Ausdrucksformen des abstrakten Denkens dar, die stets in ihrer Wirkungsmacht auf die graphische Wiedergabe angewiesen waren. Das konzeptuelle Ineinandergreifen von kartographischer Abstraktion und künstlerischer Figuration war eine insbesondere den niederländischen Karten des 16. und 17. Jahrhunderts eigene Form einer universellen »descriptio orbis«. Aufgrund dieser visuellen Interaktion unterschiedlicher Arten der Beschreibung waren die Topographien nicht nur weltabbildend, sondern vielmehr welterzeugend, indem sie zu Trägern, Vermittlern und Gegenständen zeitgebundener Wissensdiskurse wurden. Dieses Phänomen einer Ästhetik der Geographie, wie sie in den Werken der Amsterdamer Offizin Blaeu und ihres Umkreises zu beobachten ist, bildet erstmalig den Gegenstand einer kunsthistorischen Studie.

Autorin

Ariane Koller studierte Kunstgeschichte, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft sowie Medienpädagogik in Augsburg und war dort von 2005 bis 2008 Stipendiatin am Graduiertenkolleg »Wissensfelder der Neuzeit. Entstehung und Aufbau der europäischen Informationskultur«. Sie ist derzeit wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern.

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